Presseecho,  Veranstaltungsrückblick

„Neu Wulmstorf ist jetzt eine KlimaKommune“

Am 23. September 2022 hat der Neu Wulmstorfer Gemeinderat beschlossen, der Klimakrise auf kommunaler Ebene etwas entgegenzusetzen. Das Hamburger Abendblatt war vor Ort und berichtete.
Foto und Text: Sabine Lepél

„Rat beschließt einstimmig ein Leitpapier – die guten Vorsätze haben allerdings keine Rechtsverbindlichkeit

Neu Wulmstorf | Der Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf hat die Gemeinde bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig zur „Klima-Kommune“ erklärt. „Damit haben wir für uns und unsere Bürger und Bürgerinnen einen Rahmen dafür geschaffen, wie wir die Zukunft gestalten wollen“, sagte Tobias Handtke. Neu Wulmstorfs Bürgermeister fügte aber gleichzeitig an, dass dieser Beschluss keine Rechtsverbindlichkeit beinhalte. Applaus gab es trotzdem: Mitglieder des Neu Wulmstorfer Klimaforums waren in die Ratssitzung gekommen und begrüßten die Entscheidung. „Natürlich unterstützen wir alle Aktivitäten, um Neu Wulmstorf zur Klima-Kommune zu machen“, so Peter Boser vom Klima-Team Solar-Energie, einer Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Klimaforums, das nach eigener Darstellung angetreten ist, die Schere zwischen großen Worten und Zielen einerseits und den dafür notwendigen Taten zu schließen.

Zusammengehen von Politik, Verwaltung und Bürgern

Die Erklärung zur „Klima-Kommune“ basiert auf der Grundlage eines Leitpapiers vom Juni und orientiert sich an der Klimaschutz-Charta des Landkreises Harburg. Die Gemeinde Neu Wulmstorf signalisiert damit, dass sie die Entwicklung zur klimaneutralen Kommune mit eigenständigen Anstrengungen und Aktivitäten forcieren will. „So wichtig das Ziel der Klimaneutralität für das gesamte Land ist, so wichtig sind Aktivitäten auf kommunaler Ebene, um das Ziel in möglichst kurzer Zeit zu erreichen“, so Handtke. Dazu sei ein Zusammengehen von Politik, Verwaltung und Bürgern notwendig. Künftig wird die „Klima-Kommune“ sich allerdings an ihren Taten messen lassen müssen. So hat der Rat der Gemeinde in der selben Sitzung, in dem die Klima-Erklärung einstimmig durchging, ebenso einstimmig die Bebauung des Kirchbergs bei der Lutherkirche (siehe oben) endgültig beschlossen, für die sehr viele Bäume weichen müssen.

Mit der Erklärung zur Klima-Kommune entschließen sich Politik, Verwaltung und engagierte Einwohner des Ortes laut Leitpapier, ihren Anteil an der Klimawende zu organisieren und umweltschädliche Emissionen sowie den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und die Ablösung der fossilen Energieträger in ihre Agenda aufzunehmen. Deshalb sollen Initiativen und Aktivitäten, die der praktischen Umsetzung dieser Ziele dienen, unterstützt werden.

Alle Initiativen, die nachhaltige Ziele verfolgen, wertvoll und erwünscht

Alle Initiativen, die nachhaltige Ziele verfolgen, seien wertvoll und erwünscht – wie etwa Beiträge zur Energiewende durch die Förderung erneuerbarer Energien und die Ablösung fossiler Brennstoffe sowie Beiträge zum Naturschutz und der Förderung und dem Erhalt der Artenvielfalt oder der Reduzierung des motorisierten Individualverkehr. Auch im Bereich der Verwaltung soll das Konzept der „Klima-Kommune“ greifen: „Die Gemeinde Neu Wulmstorf erstellt klimarelevante Leitlinien, die zum Beispiel bei Bauplänen oder Baugebieten, bei der Durchführung kommunaler Bauprojekte, der Flächennutzung und der Verkehrsplanung zum Tragen kommen“, so Handtke. Auch unterstütze die Gemeinde Neu Wulmstorf laut Leitpapier Initiativen, die der Beratung zur ökologischen und energetischen Sanierung des Haus- und Wohnungsbestandes dienen. Auch Initiativen, die der Umstellung auf eine natur- und ressourcenschonende Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung dienen, sollen demnach unterstützt werden.“


Wir bedanken uns bei Sabine Lepél und dem Hamburger Abendblatt für den tollen Artikel (externer Link zum Originalartikel) und das Foto, sowie für die freundliche Genehmigung, dies hier veröffentlichen zu dürfen.


Den Beschluss im Wortlaut finden Sie außerdem hier zum Download.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.