Allgemein,  Blühendes Neu Wulmstorf

Offene Gartenpforte 2026

In Inga Croom-Beyers „Garten der bedrohten Arten“

Bei allerbestem Wetter öffnete Inga am 22.09.2026 im Zuge der 2. Nachhaltigkeitstage (Thema: Wasser),  ihren  sehr besonderen Garten für die Öffentlichkeit.

Moorabbiss, Steinbrech – Felsennelke, Blauweiderich, Polei-Minze, Sandnelke…..noch nie gehört?

Das liegt vielleicht daran, dass diese Wildpflanzen derart bedroht sind,  dass sie auf der Vorwarnliste oder auf der roten Liste stehen oder sogar vielleicht schon ausgestorben sind.

Inga hat es sich zu ihrer Lebens-Aufgabe gemacht, sich um diese Pflanzen zu kümmern, sie zu sammeln, sie heranzuziehen, sie weiter zu vermehren und sie unter die Menschheit zu bringen. Dafür hat sie verschiedene Beete angelegt um den Bedürfnissen der Pflanzen gerecht zu werden:

Eine Wildblumenwiese, die sie mit  einigen seltenen Pflanzen „impft“ damit diese in ihrer gewohnten Umgebung, nämlich im Wiesenverbund, wachsen können. Diese Wiese wird 2x im Jahr mit der Sense gemäht damit das Gras nicht überhand übernimmt.
Einige Pflanzen hält sie in Töpfen, damit sie artgerecht bewässert werden können.
In mehreren angelegten Sumpfbeeten gibt sie bedrohten Sumpfpflanzen, z.B. der Orchidee Knabenkraut und dem in Norddeutschland heimischen aber inzwischen fast ausgestorbenen Lungen-Enzian eine Chance.
In speziell angelegten Beeten breiten sich viele der bedrohten Pflanzen von selbst wieder aus. Dafür brauchen sie die freien Flächen, die ihnen angeboten werden.

Die meisten Wildpflanzen brauchen  keine Bewässerung weil sie von der Natur mit Pfahlwurzeln ausgestattet sind mit denen sie in die Tiefe gehen um nach Wasser zu suchen. Bei den Sumpfbeeten muss natürlich in einer Hitzeperiode etwas gewässert werden.
Das Gieß-Wasser für den Garten wird als Regenwasser vom Haus-Dach von allen Regenrinnen aufgefangen, gefiltert und in großen Tanks gelagert.
Inga ist Selbstversorgerin für sich und ihre Familie. Sie zieht ihr eigenes Obst, z.B. Blaubeeren, Äpfel, Feigen, Melonen, usw.. und Gemüse, z.B. Kohl, Bohnen, Tomaten, Paprika, Spargel,  Kartoffeln usw.
Die Flächen und Gewächshäuser beeindruckten die Besucher sehr! Besonders die großen prächtigen Paprikas in grün, rot und gelb sind ein Hingucker. Und das hochstehende Spargelkraut vom grünen Spargel, von dem sie sich  jedes Jahr ca. 8 Wochen lang ernähren kann!
All ihr Saatgut stammt aus den vorjährigen Ernten.

Dieser Nachmittag war ein voller Erfolg für alle Besucher – und hoffentlich auch für die bedrohten Wildpflanzen, die schnell neue Fans finden und so wieder weiter verbreitet werden müssen, damit sie nicht aussterben und dadurch für uns alle verloren gehen.

Wir vom KlimaTeam „Blühendes Neu Wulmstorf“ sind dabei und werden es uns zur Aufgabe machen, für die Anzucht und die Verbreitung, unter anderem auf unserem alljährlichen Staudenmarkt im Frühjahr, zu sorgen.

Denn eines ist allen klar geworden:

DIE WILDBLUMEN SIND NICHT NUR WUNDERSCHÖN SONDERN FÜR INSEKTEN UND DADURCH AUCH FÜR UNS ALLE LEBENSNOTWENDIG!